myblu E-Zigarette – Test, Erfahrungen und Tipps

Die myblu (früher My von VON ERL) hebt sich nicht zuletzt durch ihre Kompaktheit, die einfache Handhabung und den exzellenten Vertrieb von Fontem Ventures positiv von vielen anderen E-Zigaretten auf dem Markt ab.

myblu E-Zigarette, Batterieeinheit und Liquidpod.Ob sich diese Cigalike bzw. Pod-E-Zigarette für den Umstieg vom Rauchen zum Dampfen eignet, wo ihr die myblu kaufen könnt, wie sie funktioniert und wie lange die Liquidpods halten, zu welchen Problemen es kommen kann, welches Zubehör erhältlich und sinnvoll ist und viele weitere Informationen bekommt ihr in folgendem myblu Erfahrungsbericht.

 

Aktuelle Cigalikes erfreuen sich zunehmend großer Beliebtheit. Die ersten Modelle dieser sehr kleinen E-Zigaretten glichen von Größe, Form und Farbgebung her herkömmlichen Filterzigaretten und imitierten sogar das Aufglimmen der Glut durch eine Leuchtdiode an der Spitze. Durchsetzen konnten sich diese Modelle nie, was unter anderem an der schwachen Leistung und den geringen Kapazitäten von integriertem Akku und Liquid-Depot lag.

Ganz anders die weiterentwickelte Generation der Cigalikes. Sie sind etwas größer und leistungsstärker und gleichen vom Aussehen her eher einem langen USB-Stick als einer Filterzigarette. Zu den bekanntesten Modellen dieser Cigalikes, die wegen des aufzusetzenden Liquidpod auch Pod-E-Zigaretten genannt werden, zählen z.B. die bereits seit 2015 erhältliche JUUL, die Bo Vaping und eben die im Folgenden vorgestellte myblu.

Erster Eindruck, Komponenten und technische Daten der myblu

Die myblu besteht aus zwei Komponenten, der Batterieeinheit und dem Liquidpod. Ihre Maße betragen zusammengesetzt 10,6 × 1,8 × 0,9 cm und das Gewicht nur 21 g. Das Gerät wirkt besonders in Anbetracht des günstigen Anschaffungspreises des Startersets hochwertig verarbeitet.

Myblu Batterieeinheit mit 350 mAh und Liquidpod (Menthol mit 9 mg/ml Nikotinstärke).

Batterieeinheit und Liquidpod der myblu.

Die Batterieeinheit (Akku / myblu VAPE DEVICE)

Die Batterieeinheit der myblu verfügt über einen integrierten und nicht auswechselbaren Akku mit einer Kapazität von nur 350 Milliamperestunden und ist derzeit in fünf Farben (Schwarz, Blau, Gold, Rot und Violett) erhältlich. Über den auf der Unterseite der myblu befindlichen Micro-USB-Anschluss kann der Akku geladen werden, etwa mit dem im Lieferumfang der Batterieeinheit und des Startersets enthaltenen USB-Kabel. Eine neben dem USB-Anschluss verbaute LED gibt Aufschluss über den Ladevorgang und den Batterie-Ladestatus (siehe Ladeanzeige der myblu Batterieeinheit).

Die Akkukapazität ist nicht besonders groß, sodass nur die wenigsten Dampfer mit einer Akkuladung über den ganzen Tag kommen werden. Ich komme bei einer vollständig geladenen Batterieeinheit auf etwa 140–150 Züge an der myblu bis die LED rot aufleuchtet, was einen Akkustand von weniger als 5 % signalisiert. Bei alleiniger Nutzung der myblu empfehle ich daher den Kauf einer zweiten Batterieeinheit oder alternativ des myblu CHARGE CASE. Wenn ihr im Alltag meist eine USB-Ladebuchse (Computer, Laptop, Powerbank, Netzadapter, Adapter für den Zigarettenanzünder im Auto/Motorrad etc.) um euch habt, dann könnt ihr selbstverständlich auch mit nur einer Batterieeinheit auskommen. Der Hersteller geht davon aus, dass eine Batterieeinheit etwa 1.000 Mal geladen werden kann.

Wiederaufladbare Batterieeinheit

  • max. Spannung: 3,9V
  • Kapazität: 350 mAh

USB Ladekabel

  • Eingang: 5V
  • Ausgang: 3,7V
  • elektr. Ausgang: 2,5A

Der myblu Liquidpod

Neben einer Batterieeinheit werden für den Betrieb der myblu sogenannte Liquidpods benötigt, von denen im derzeit erhältlichen Starterset vier Stück enthalten sind, die zumeist in Zweierpacks nachgekauft werden können. Ein myblu Liquidpod enthält die komplette Verdampfereinheit (Kontakte zur Batterieeinheit, Verdampferkopf mit 1,4 Ohm Widerstand und Kamin), den bereits mit 1,5 ml E-Liquid befüllten Tank sowie das fest verbaute Mundstück. Die Pods sind größtenteils aus einem transparenten Kunststoff gefertigt, durch den ihr den Liquidstand einsehen könnt, und verfügen über einen Aufdruck mit Geschmacksrichtung, Nikotinstärke und Chargennummer.

Zu den Vorteilen von Liquidpods gehört, dass ihr damit ein geschlossenes und funktionierendes System erhaltet und euch nicht weiter mit Verdampferköpfen und allem was dazugehört auseinandersetzen müsst. Außerdem bekommt ihr mit jedem neuen Pod eine komplett neue Verdampfereinheit. Ihr genießt also immer den vollen Geschmack und ein Kokeln ist bei der myblu, solange sich noch Liquid im Tank befindet, so gut wie ausgeschlossen. Die größten Nachteile sind, dass ihr euch damit auf die von blu angebotenen Liquidsorten beschränken müsst und dass das Dampfen der myblu auf lange Sicht etwas teurer ist als mit E-Zigaretten, die über einen befüllbaren Tank und wechselbare Verdampferköpfe verfügen. Viele Dampfer versuchen daher, die Liquidpods der myblu selbst zu befüllen, was im Grunde für die gute Qualität dieser kleinen E-Zigarette spricht. Bei einer schlechten E-Zigarette würde sich nämlich kaum jemand die Mühe machen, diese mit seinem eigenen Liquid zu befüllen.

myblu Liquidsorten (Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken)

Das myblu Multi Pack mit vier Liquidsorten.

Für die myblu sind zur Zeit zwölf Geschmacksrichtungen verfügbar (Tabacco, Menthol, Blue Ice, Green Apple, Cherry Crush, Mango Apricot, Ginseng Ginger, Café Latte, Tobacco Vanilla, Eucalyptus Lemon, Bourbon Caramal, Coconut Breeze) und ständig kommen neue Sorten dazu. In Deutschland sind sie derzeit nikotinfrei und in den Nikotinstärken 9 und 18 mg/ml erhältlich, wobei es vom 18er Liquid zwei Varianten gibt. INTENSE TOUCH heißen die 18 mg/ml Liquidpods mit Nikotinsalz. Diese Liquids versprechen eine schnellere Befriedigung des Nikotinbedarfs, eignen sich daher besser für frische Umsteiger und sind in den Geschmacksrichtungen Tobacco, Menthol, Strawberry Mint und Blueberry erhältlich.

myblu Pod mit E-Liquid befüllen

Ein Befüllen der myblu Liquidpods ist von blu nicht vorhergesehen. Falls ihr jedoch unbedingt euer eigenes E-Liquid mit der myblu dampfen wollt, so ist das relativ unkompliziert möglich. Der Boden der myblu Pods beherbergt den filigranen Verdampferkopf und ist nur eingepresst. Mit einem spitzen Gegenstand (kleiner Schlitzschraubendreher, Pinzette, Nagelschere etc.) lässt sich dieser entfernen (an der Seite zwischen Tank und Boden aushebeln) und nach dem Befüllen (oberen Teil mit dem Mundstück auf den Kopf drehen und seitlich am Kamin vorbei bis knapp unter den Rand des zentralen weißen Kunststoffteils befüllen) wieder einpressen. Hier auf YouTube findet ihr zahlreiche Videos, die das Befüllen der myblu zeigen. Dass es so viele Videos zu dem Thema mit teils weit über hunderttausend Aufrufen gibt, zeigt auch, wie beliebt diese kleine E-Zigarette doch ist.

Geöffneter myblu Liquidpod.

Ein zum Befüllen geöffneter Liquidpod. Links der Tank mit dem Kamin und rechts der Boden mit der Verdampferkammer (Coil und Docht).

Wie lange hält ein myblu Liquidpod?

Wie viele Züge ihr an einem myblu Liquidpod nehmen könnt, bis die 1,5 ml E-Liquid aufgebraucht sind, hängt maßgeblich von eurer Zugtechnik, der Dauer und Intensität der Züge ab. Eine allgemeingültige Aussage darüber ist nicht möglich. Verschiedene Onlineshops, in denen die myblu erhältlich ist, geben in ihrer Beschreibung »ca. 300 Puffs pro Pod« an. Bei meiner Zählung kam ich mit einem Pod auf 178 Züge. Allerdings habe ich es so empfunden, dass das bewusste Mitzählen der Züge bei mir dazu geführt hat, dass ich jeden Zug besonders intensiv und langanhaltend durchgeführt habe. Als realistischen Wert sehe ich in etwa 200 Puffs pro Liquidpod, was einer Schachtel mit 20 Tabakzigaretten entspricht, wenn wir von zehn möglichen Zügen pro Zigarette ausgehen. Demnach würde ein Raucher, der täglich eine herkömmliche Schachtel Zigaretten raucht, mit einem myblu Liquidpod pro Tag auskommen.

Ein myblu Pod hält 178 züge.

Allerdings haben wir bei diesem Vergleich das aufgenommene Nikotin einfach außer Acht gelassen. Dieses mit einzubeziehen würde den Umfang des Beitrags sprengen, sind doch sowohl Tabakzigaretten als auch die myblu Liquidpods in verschiedenen Nikotinstärken erhältlich. Und zu guter Letzt ist es so, dass eine einmal angesteckte Zigarette in der Regel bis zum Filter fertig geraucht wird, wohingegen an E-Zigaretten oft nur wenige Puffs in Folge genommen werden. Allein dadurch kann ein Liquidpod auch deutlich länger als eine Schachtel Zigaretten halten.

Bedienung, Geschmack, Zugverhalten und Dampfentwicklung

Die Bedienung der myblu ist extrem einfach und wenig fehleranfällig, wodurch sie sich perfekt für Umsteiger eignet, die sich nicht weiter mit der Funktionsweise von E-Zigaretten beschäftigen möchten.

  1. Es empfiehlt sich zuerst die vorgeladene Batterieeinheit mit dem beiliegenden USB-Kabel vollständig aufzuladen (z. B. über den Computer), was bei meinen beiden Akkus jeweils innerhalb von weniger als einer Minute erledigt war.
  2. Als Nächstes müsst ihr einen myblu Liquidpod aus seiner Verpackung befreien und diesen mit einem spürbaren Klick in die Batterieeinheit einsetzen (die Ausrichtung dabei spielt keine Rolle).
  3. Das war es auch schon, ihr könnt jetzt an der myblu ziehen. Sie verfügt über einen Unterdruckschalter (Zugautomatik), über den der Kontakt zum Befeuern des Verdampferkopfes hergestellt wird. Einen Feuertaster, wie er bei den meisten E-Zigaretten verbaut ist, gibt es nicht.

Die Liquidpods können jederzeit ausgetauscht und später wiederverwendet werden. Ein schneller Wechsel der Geschmacksrichtungen ist somit möglich.

Ladeanzeige der myblu Batterieeinheit

Eine leere myblu Batterieeinheit benötigt rund 20 Minuten, um sie auf einen Ladestand von 80 % zu laden; vollständig geladen ist sie nach etwa 30 Minuten. Während des Ladevorgangs leuchtet die LED am Fuß der Batterieeinheit blau; ist der Ladevorgang abgeschlossen, erlischt sie.

Während ihr an der myblu zieht, leuchtet die LED BLAU auf. Sobald der Batterie-Ladestand unter 20 % fällt, wechselt die Farbe der LED zu ORANGE, bei einem Ladestand von unter 5 % zu ROT.

Geschmack und Flash der von mir getesteten myblu Liquidpods

Ich habe ausschließlich nikotinhaltige Liquidpods verschiedener Geschmacksrichtungen getestet. Die myblu E-Liquids schmecken natürlich und nicht so übertrieben künstlich, wie es bei vielen Konkurrenzprodukten der Fall ist. Die Aromen sind jedoch relativ hoch dosiert, was dem beeinträchtigten Geschmackssinn von Rauchern entgegenkommt, vielen langjährigen Dampfern jedoch zu präsent sein dürfte. Zu meinen Favoriten unter den Liquidpods zählen derzeit Strawberry Mint (INTENSE TOUCH) und Tobacco (Roasted Blend). Tobacco hat mich positiv überrascht, da ich nicht viele mir schmeckende Tabak-Liquids kenne. Bei den Pods mit einer Nikotinkonzentration von 9 mg/ml fällt der Flash (Gefühl der Nikotinaufnahme im Körper) sehr schwach aus. Starke Raucher, die aufs Dampfen umsteigen möchten, sollten daher zu den Liquidpods mit 18 mg/ml greifen. Eine Version mit einer Nikotinkonzentration zwischen dem 9er und dem 18er Liquid fände ich noch sinnvoll.

Die myblu im Alltag

Die myblu hat mich die letzten Wochen im Alltag begleitet und eines kann ich jetzt schon vorwegnehmen – sie wird es auch weiterhin. Sie ist extrem klein und leicht und in der Hemd- oder Hosentasche kaum zu spüren. Ihre Haptik ist gelungen. Die Oberflächen wirken qualitativ hochwertig und sie lässt sich unter anderem auch wie eine herkömmliche Zigarette zwischen Zeige- und Mittelfinger dampfen. Ihr flaches Mundstück schmeichelt den Lippen und den Zugwiderstand empfinde ich als sehr angenehm. Er ist relativ streng, wodurch sich die myblu vor allem für das sogenannte MTL (mouth to lungs) Backendampfen eignet, wie sie auch beim Rauchen von Tabakzigaretten üblich ist (erst Mundhöhle mit Dampf füllen, dann inhalieren, dann ausstoßen). Volumen und Dichte vom Dampf der myblu ähneln der Rauchentwicklung einer Tabakzigarette. Eine Cloud Chasing Competition könnt ihr mit ihr freilich nicht gewinnen, im Alltag werden euch das eure Mitmenschen danken.

Die myblu schafft es also, sehr nah an das »normale Raucherlebnis« heranzukommen, wodurch sie sich meiner Meinung nach ausgezeichnet für Raucher eignet, die über das Dampfen mit dem Rauchen aufhören möchten. Kritikpunkte meinerseits sind die geringe Akkulaufzeit (eine zweite Batterieeinheit schafft Abhilfe) sowie die im Vergleich zu wiederbefüllbaren E-Zigaretten relativ hohen laufenden Kosten. Diese bewegen sich allerdings deutlich unter denen vom Rauchen.

Wo ihr die myblu kaufen könnt (Batterieeinheit, Liquidpods & Zubehör)

Beim Vertrieb profitiert die Marke blu von ihrer Zugehörigkeit zu Fontem Ventures, einem Tochterunternehmen des Tabakgiganten Imperial Brands. Die kleinen E-Zigaretten sind daher über zahlreiche Verkaufsstellen und Onlineshops erhältlich.

Starterset, Batterieeinheit und Ladecase von myblu.

Vape Device (Batterieeinheit), Starterset und Ladecase von myblu.

myblu Verkaufsstellen

Ihr bekommt die myblu Startersets, Batterieeinheiten und Liquidpods in den meisten Dampferläden sowie in vielen Tabakläden, Tankstellen und Autobahnraststätten. Für den Urlaub empfiehlt es sich, insofern in dem Land E-Zigaretten erlaubt sind, genügend Liquidpods mitzunehmen. Zwar ist blu in vielen Ländern vertreten, jedoch habe ich in Italien die Erfahrung gemacht, dass die meisten Tabacchi (so heißen die Geschäfte für Tabakwaren in Italien, die in der Regel zu einer Bar oder einem Kiosk gehören) nur 2–3 Sorten Liquidpods vorrätig haben und diese zudem geringfügig teurer als bei uns sind.

Intense Strawberry Mint und Tobacco Vanilla aus Italien.

INTENSE Strawberry Mint (1,6 % Nikotinstärke) und Tobacco Vanilla (0,8 %) Liquidpods für die myblu aus Italien. Beim Tabacchi kostet ein Doppelpack 8 Euro.

Die nächstgelegene Verkaufsstelle könnt ihr über die Händlersuche auf der offiziellen Website von blu schnell ausfindig machen.

Die myblu online kaufen

Ihr könnt euch die myblu auch bequem nach Hause schicken lassen. Sehr viele bekannte Onlineshops für E-Zigaretten haben sie im Sortiment. Hier auf Amazon gibt es sie derzeit oft mit gratis Zugaben wie Mund-Nasen-Schutz oder Hygieneschlüssel. Auf eBay wird die myblu oft in verschiedenen Sets angeboten, darunter auch welche mit mehreren Batterieeinheiten zum günstigen Preis. Und natürlich gibt es sie auch auf der offiziellen Website von blu.

myblu Preise (Stand Aug. 2020)

Die Preise der myblu unterscheiden sich je nach Bezugsquelle stark. Nach einer kurzen Recherche habe ich die Batterieeinheit (VAPE DEVICE) hier auf eBay (Verkäufer mit weit über 30.000 positiven Bewertungen) für 9.95 Euro gefunden (Wahl aus fünf Farben; kostenloser Versand innerhalb Deutschlands). Außerdem gibt es auf eBay die verschiedensten Starterkits und Liquidpods unterschiedlicher Nikotinstärken zum günstigen Preis. Auf Amazon habe ich ebenfalls ein paar interessante Angebote gefunden, allerdings sind die Liquidpods dort nur ohne Nikotin erhältlich. Im Folgendem liste ich die Preise auf, die ich der offiziellen Website von blu entnommen habe.

  • myblu VAPE DEVICE (verschiedene Farben): je 19,45 Euro
  • 2er-Pack myblu LIQUIDPODS (versch. Geschmacksrichtungen und Nikotinstärken): je 6,80 Euro
  • myblu STARTER PACK (schwarze Batterieeinheit und 4 Pods – TOBACCO, MENTHOL, BLUE ICE und GREEN APPLE): zusammen 29,20 Euro

Die aus einer Batterieeinheit und zwei Liquidpods bestehende Grundausstattung bekommt ihr auf eBay derzeit also für 14,94 Euro (Farbe, Aroma und Nikotinstärke können frei gewählt werden), auf der offiziellen Website für 26,25 Euro.

Zubehör für die myblu

Fremdhersteller bieten mittlerweile jede Menge Zubehör für die beliebte myblu. Ob speziell für die Batterieeinheit entworfene Klebefolien mit wildem Design, Schutzhüllen als Halsketten oder Schlüsselanhänger oder edel anmutende Etuis, Taschen und Reisetaschen, die Platz für mehrere Batterieeinheiten und Liquidpods bieten, die Auswahl ist groß und interessant. Gelungen finde ich auch das neue myblu Ladecase vom Hersteller selbst.

myblu CHARGE CASE / Ladecase

Das myblu Ladecase dient dazu, die Batterieeinheit unterwegs einfach aufladen zu können. Es kommt in einer für blu typischen Verpackung, die das Ladecase, ein hochwertiges und blau ummanteltes USB-Kabel (kann auch zum Laden der Batterieeinheit genutzt werden) sowie eine ausführliche Bedienungsanleitung enthält. Das Case misst 10 × 4,5 × 1,4 cm und bietet Platz für eine Batterieeinheit (Liquidpod kann eingesetzt bleiben und steht dann nur mit dem Mundstück über) sowie, hinter einer Klappe mit Magnetverschluss, einen zusätzlichen Liquidpod. Unter dem Fach für den Ersatzpod befindet sich ein fest verbauter Akku mit einer Kapazität von 600 mAh. An der Unterseite findet ihr den Micro-USB-Anschluss, über den sich ein leeres Case innerhalb von 40 Minuten voll aufladen lässt, und an der Kante daneben zwei LED-Anzeigen. Das Ladecase ist etwas für Fans der kleinen E-Zigarette und eine tolle Geschenkidee für myblu-Dampfer.

myblu Charge Case.

Das schlichte Ladecase bietet Platz für eine Batterieeinheit und einen Ersatzpod.

Linke LED-Anzeige, Einsetzen der Batterieeinheit und Nutzung

Die linke LED ist für die Batterieeinheit zuständig. Bei eingesetztem myblu Device pulsiert sie so lange BLAU, bis die Batterieeinheit vollständig geladen ist. Beim Einsetzen der Batterieeinheit ist darauf zu achten, dass sich das Logo dieser auf der gleichen Seite wie das Logo vom Case befindet. Um eine ohne Liquidpod eingesetzte Batterieeinheit einfacher entnehmen zu können, könnt ihr den oberen Teil neben der Klappe für den Ersatzpod einfach abziehen (wird ebenfalls von Magneten gehalten). Mit aufgesetztem Pod und eingesetzter Batterieeinheit könnt ihr die myblu auch während des Ladevorgangs nutzen.

Rechte LED-Anzeige

Die rechte LED ist für den im Case integrierten Akku zuständig und gibt Aufschluss über den Ladevorgang und den Akkustand. Bei angeschlossenem USB-Kabel pulsiert sie so lange BLAU, bis der Akku voll geladen ist; danach erlischt sie. Wenn der Akkustand vom Case auf 50 % fällt, blinkt sie GELB, unter 20 % Akkustand blinkt sie ROT.

myblu – Probleme und Kritik?

In Dampferforen und auf Dampferblogs ist manchmal von Problemen der myblu zu lesen, die meiner Meinung nach noch auf die Vorgängermodelle oder gar die My von VON ERL zurückgehen. Ich jedenfalls konnte bei der myblu keinerlei Schwächen feststellen. Daneben boykottieren viele Dampfer E-Zigaretten-Marken, die mit Tabakkonzernen in Verbindung stehen. Der Vollständigkeit halber möchte ich im Folgenden kurz auf mögliche Probleme der myblu und die Kritik an blu eingehen.

Zerlegter myblu Pod.

Kontakte, Tank mit Kamin, Ring aus saugfähigem Material und Mundstück eines gebrauchten myblu Liquidpods.

myblu Liquid läuft aus

Ein häufiges Problem vieler E-Zigaretten-Modelle ist »Siffen«, womit ein Auslaufen des E-Liquids gemeint ist, welches besonders häufig bei Druck- und Temperaturschwankungen auftritt, jedoch auch konstruktionsbedingter Natur sein kann.

Nasses Mundstück

Bei den früheren Liquidpods der My VON ERL und der myblu ist der Dampf häufig im Mundstück kondensiert. Verantwortlich dafür war ein ungünstig über dem Kamin angebrachter Silikonring. Die Folge war ein unschönes Blubbern beim Ziehen und das gelegentliche Benetzen der Lippen mit dem scheußlich schmeckenden Kondenswasser. Ein Entfernen des Silikonrings (das schwarze Mundstück der myblu wird von zwei Kunststoffnasen am transparenten Tank gehalten und kann relativ einfach entfernt und wieder aufgesetzt werden) hat deutliche Besserung gebracht. Bei den aktuellen Pods gibt es das Problem mit dem nassen Mundstück nicht mehr, da sie von blu längst überarbeitet wurden. Im oberen Teil vom Mundstück befindet sich jetzt ein Ring aus saugfähigem Material, der evtl. entstehendes Kondenswasser aufnimmt.

Liquidaustritt an der Unterseite des Pods

An der Unterseite der myblu Liquidpods befinden sich zwei Kontakte, die mit dem Coil vom Verdampferkopf verbunden sind. Unter den Kontakten befindet sich eine kleine schlitzförmige Öffnung im transparenten Kunststoff, über welche die Umgebungsluft in die winzige Verdampferkammer und damit zum Verdampferkopf gelangen kann. Von hieraus wird sie zusammen mit dem Dampf über den Kamin zum Mundstück transportiert. Es ist möglich, dass mal etwas zu viel Liquid (Temperatur- und Druckschwankungen, heftiges Schütteln etc.) in die Verdampferkammer gelangt. Ein Teil davon kann durch diese kleine Öffnung und an den Kontakten vorbei nach außen treten. Dabei von einem Siffen der myblu zu reden wäre allerdings übertrieben. Es ist viel mehr ein leichtes Schwitzen und damit kaum der Rede wert. Dadurch, dass der Liquidpod in der Batterieeinheit versenkt wird, kommt ihr mit diesen Tröpfchen auch nicht unbeabsichtigt in Kontakt. Um eine ordnungsgemäße Funktion der myblu zu gewährleisten, solltet ihr die in der Batterieeinheit befindlichen Kontakte gelegentlich mit einem Wattestäbchen oder einem Papiertaschentuch abtrocknen.

myblu erzeugt keinen Dampf

In diversen Dampferforen habe ich von nicht funktionierenden myblu Liquidpods gelesen. Nachdem die meisten dieser Einträge mehrere Jahre alt sind und ich keinerlei Probleme bei den von mir getesteten Pods hatte, gehe ich davon aus, dass blu auch hier längst reagiert (bei den Kontakten nachgebessert) hat. Dennoch möchte ich an dieser Stelle ein kleines Troubleshooting durchgehen, das helfen kann, falls eure myblu mal keinen Dampf erzeugen sollte.

  1. Vergewissert euch, dass der Akku der Batterieeinheit ausreichend geladen ist, und ladet gegebenenfalls nach. Gerade Dampfer, die Akkus mit sehr hoher Kapazität gewohnt sind, übersehen vielleicht, dass die Batterieeinheit der myblu nur vergleichsweise geringe 350 mAh bietet und damit relativ schnell entladen ist. Außerdem lässt der Dampf bei einem geringen Ladestand deutlich nach.
  2. Vergewissert euch, dass der Liquidpod vollständig eingerastet ist. Die Kontakte vom Liquidpod müssen eine gute Verbindung zu denen der Batterieeinheit haben. Es kann auch helfen die Kontakte mit einem Wattestäbchen oder Papiertaschentuch zu reinigen.
  3. Probiert einen neuen Liquidpod aus, um Fehler an der Batterieeinheit auszuschließen.
  4. Hebelt mit einem spitzen Gegenstand (kleiner Schraubendreher, Büroklammer etc.) beide Kontakte des Liquidpods ein klein wenig nach außen (unten), um dafür zu sorgen, dass diese auch Kontakt zur Batterieeinheit bekommen.
  5. Sollte die myblu immer noch nicht funktionieren, dann kontaktiert den Support von myblu. Blu ist ein sehr professionelles und kulantes Unternehmen, das stets um die Zufriedenheit seiner Kunden bemüht ist und sogar eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie für auf ihrer Website getätigte Einkäufe bietet.

E-Zigaretten der Tabakkonzerne

Viele Tabakkonzerne sind an E-Zigaretten-Marken beteiligt. An der in den USA überaus beliebten JUUL (früher Ploom, dann Pax Labs und heute JUUL Labs), die dort einen Marktanteil von rund 75 % aller verkauften E-Zigaretten genießt, waren bzw. sind sowohl der Tabakkonzern JTI (Japan Tobacco International) als auch die Altria Group (bis 2003 Philip Morris Companies Inc. genannt) beteiligt. Die JUUL ist bei uns umstritten, da die JUULpods außerhalb Europas auch mit Nikotinkristallen erhältlich sind, die eine Nikotinstärke von sehr hohen 59 mg/ml (5 % JUULpod) aufweisen. Die in Deutschland auch aus der TV-Werbung bekannte Marke goVype (ePen) gehört zu BAT (British American Tobacco) und die myblu wird von Fontem Ventures B.V. hergestellt, einer Tochtergesellschaft von Imperial Brands (ehemals Imperial Tobacco), dem fünftgrößten Anbieter im internationalen Tabakmarkt. Es gibt viele Dampfer, die die Tabakkonzerne für ihre Nikotinsucht verantwortlich machen und einen Widerspruch darin sehen, wenn solch ein Konzern E-Zigaretten vertreibt. Dementsprechend unterstützen sie lieber kleine Start-Up-Unternehmen und machen Stimmung gegen die Marken der großen Konzerne.

Die myblu geht auf das österreichische E-Zigaretten-Start-Up VON ERL zurück. Heute kann das Unternehmen von den Forschungs- und Marketingfähigkeiten des Tabakkonzerns profitieren und bekommt letztendlich auch Zugang zu mehr Ladenflächen sowie der Kundenbasis von Imperial Brands, unter der es viele Raucher gibt, die auf die E-Zigarette umsteigen möchten.

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